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An anthology of German literature

by Calvin Thomas

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I, 17, lines 9-62: The Magi and the star of Bethlehem.

Da kamen Leute in das Land von Osten, denen war bekannt

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Der Sonne und der Sterne Lauf; denn all ihr Sinnen ging darauf.

Nun fragten diese nach dem Kind bei der Gelegenheit geschwind

Und kündeten zugleich die Märe, dass dieses Kind der König wäre,

Und forschten eifrig immerfort nach dieses Knaben Heimatort

Mit stetem Bitten und mit Fragen, man möcht’ es ihnen doch ja sagen

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Und auch die Wegfahrt zeigen an, auf der zum Kind man kommen kann.

Nun sprachen sie auch von dem Zeichen, das seltsam war und ohnegleichen,

Dass hier von einer Jungfrau zart jemals ein Mensch geboren ward,

Und dass ein Zeichen schön und klar im Himmelsraum erschienen war.

Sie sagten, dass sie hoch und fern plötzlich erblickten einen Stern,

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Und machten ruchbar laut und frei, dass dies der Stern des Herren sei:

“Sein Stern sich uns gezeiget hat, wenn wir auch irrten2 in der Stadt,

Wir sind gekommen anzubeten, dass seine Gnade wir anflehten.

So ist uns denn im Osten fern daheim erschienen dieser Stern.

Lebt nun wohl einer hier im Land, dem davon etwas ist bekannt?

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So viel wir Sterne auch gezählt, der hat bis jetzt uns stets gefehlt;

Derhalben glauben alle wir, ein neuer König zeigt sich hier.

Das haben Greise uns gelehrt zu Hause, klug und hochgeehrt;

Nun bitten wir euch vorzutragen, was eure Bücher davon sagen.”

Als nun zum König selbst sofort die Kunde drang von diesem Wort,

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Ward durch die Nachricht er sogleich von Angst erfüllt und schreckensbleich,

Und auch so mancher andre Mann daraus viel Traurigkeit gewann.

Die hörten ungern und mit Schmerzen, was uns mit Freude füllt die Herzen.

Die weisen Schriftgelehrten dort versammelten sich dann sofort

Und forschten, wo auf dieser Erde wohl Christ der Herr geboren werde,

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Und wandten sich in diesen Tagen auch an die Priester mit den Fragen.

Doch mocht’ er arm sein oder reich, stets lautete die Antwort gleich.

Sie nannten ihm sogleich die Stadt, wie’s früher schon bezeuget hat

Vom alten Bunde manch Prophet, so wie es aufgeschrieben steht.

Als es ihm so ward offenbar, wo Christ der Herr geboren war,

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Ersann er schnell und fürchterlich nun eine grosse Bosheit sich.

Er liess die Weisen zu sich kommen von denen ihr durch mich vernommen,

Die fing er heimlich an zu fragen und ohne andern es zu sagen

Und forschte dann mit Emsigkeit nach dieses Sternes Ankunftszeit

Und bat sie selber zu ergründen, wo wohl das Kindlein sei zu finden:

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“Vergesst nicht, mir zu offenbaren den Weg, den dieser Stern wird fahren,

Und reiset dann an jenen Ort und fraget nach dem Kindlein dort.

Wenn ihr dort angekommen seid, dann forscht nach ihm mit Emsigkeit

Und tut es schleunig mir zu wissen, der Arbeit seid nur recht beflissen;

Ich bete ihn dann selber an, dazu riet mir gar mancher Mann,

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Auf dass ich selber danach strebe, dass ich dem Kind Geschenke gebe.”

Wie kläglich jener Mann da log und gegen Recht und Wahrheit trog!

Er wünschte, dass der Heiland stürbe, dass unser Segen so verdürbe!

Als sie gehört des Königs Wort und nach dem Ziele eilten fort,

Da zeigte ihnen sich von fern sogleich der wunderbare Stern!

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Wie waren sie da hochentzückt, als sie ihn alsobald erblickt!

Erfreut versäumten sie es nicht, ihn zu behalten im Gesicht,

Er führte sie auch dorthin klar, wo Gottes Kind zu finden war.

Und da, wo ging des Sternes Bogen, sind sie ihm willig nachgezogen;

Da haben sie das Haus gesehn und nicht gezögert hinzugehn.

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Da fanden sie denn auch geschwind die Mutter mit dem guten Kind

Und fielen eilig vor ihm nieder, die guten Männer, treu und bieder;

Sie beteten das Kindlein an und baten es um Gnade dann.

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