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Sacred Hymns from the German

by Frances Elizabeth Cox

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Beim Begräbniss eines Kindes

Selig sind die Todten:
Die in dem Herrn sterben.

So hab ich obgesieget,
Mein Lauf ist nun vollbracht:
Ich bin gar wohl vergnüget,
Zu tausend guter Nacht!
Ihr aber, meine Lieben,
Thut nicht so ängstiglich:
Was wollt ihr euch betrüben?
Stehts doch sehr gut um mich.

Fahr hin, o Angst und Schmerzen,
Fahr immer, immerhin!
Ich freue mich von Herzen,
Dass ich erlöset bin:
Ich leb in tausend Freuden
In meines Schöpfers Hand;
Mich trifft und rührt kein Leiden,
So dieser Welt bekannt.

Die noch auf Erden wallen
In irrthumsvoller Zeit,
Vermögen kaum zu lallen
Von froher Ewigkeit:
Viel besser wohl gestorben,
Als in der Welt gelebt;
Die Schwachheit ist verdorben,
Worinnen ich geschwebt.

Schmückt meinen Sarg mit Kränzen,
Wie sonst ein Siegsmann prangt:
Aus jenem Himmelslenzen
Hat meine Seel erlangt
Die ewig grüne Krone;
Die werthe Siegespracht
Rührt her von Gottes Sohne,
Der hat mich so bedacht.

Noch netzet ihr die Wangen,
Ihr Eltern, über mir,
Euch hat das Leid umfangen,
Das Herze bricht euch schier:
Des Vaters treue Liebe
Sieht sehnlich in mein Grab,
Die Mutter stehet trübe
Und kehrt die Augen ab.

Ich war euch nur geliehen
Auf eine kurze Zeit,
Zum Herren musst ich ziehen,
Drum werfet hin das Leid
Und sprecht: Gott hats gegeben;
Gott nimms! Du hast es Recht,
Bei dir steht Tod und Leben;
Der Mensch ist Gottes Knecht.

Dass ihr mein Grab müsst sehen,
Zeigt unsern schwachen Stand;
Dass es sobald geschehen,
Thut Gottes Vaterhand:
Gott wird das Leid euch stillen,
Ich sterbe nicht zu jung:
Wer stirbt nach Gottes Willen,
Der stirbt schon alt genung.

Fahr wohl, o liebe Seele,
Geniess der süssen Lust,
Uns in der Trauerhöhle
Ist nichts hiervon bewusst:
Wenn wird doch angelangen
Des grossen Tages Schein,
Da du uns wirst umfangen!
O möcht er heute sein!

Gottfried Wilhelm Sacer. 1635-1699.

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